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Zecken sind nicht nur eklig, sie stellen eine echte Gefahr für unsere Gesundheit und die unserer Haustiere dar.
Bei unseren Haustieren sind Zecken als Krankheitsüberträger ebenso gefürchtet wie bei uns Menschen. Borreliose und FSME (Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis) sind die bekanntesten durch Zecken übertragenen Krankheiten in Deutschland. Aber es gibt noch mehr: Babesiose ("Hundemalaria"), Zeckenparalyse, Hämobartonellose, Ehrlichiose, Tularämie ("Nagerpest") und Hepatozoonosis kommen direkt vor unserer Haustür vor oder werden als unliebsames Reiseandenken z.B. aus Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn oder exotischeren Reiseländern mitgebracht.


Da die Zecken im Frühjahr und im Spätsommer besonders aktiv sind, steigt in diesen Zeiten auch das Ansteckungsrisiko für Mensch und Tier. In so milden Klimazonen wie hier bei uns in Heidelberg und Umgebung kommen Zeckenbisse vereinzelt selbst im Dezember und Januar vor! (Zecken sind bereits ab 7°C aktiv!) Die Inkubationszeit schwankt je nach Krankheit stark und kann mehrere Monate bis Jahre betragen.

Nicht alle durch Zecken übertragenen Krankheiten sind heilbar. Der Vorbeugung kommt also eine sehr große Bedeutung zu. Für Hunde gibt es eine Impfung gegen Borreliose, für Menschen gegen FSME. Hunde und freilaufende Katzen kann man mit geeigneten Präparaten vor Zeckenbefall schützen, und auch für Menschen sind Repellentien gegen Mücken und Zecken erhältlich. (Leinsamenöl im Futter soll den Zeckenbefall reduzieren, effektiver wirken "Frontline" für Hunde und Katzen sowie "Preventic", "Exspot" oder andere permethrinhaltige Ektoparasitika für Hunde. Vorsicht mit den oft empfohlenen ätherischen Ölen, es gibt inzwischen die ersten Todesfälle bei mit Teebaumöl behandelten Katzen!).
Mensch und Tier sollten möglichst nach jedem Ausgang auf Zecken untersucht werden. Anfangs noch im Fell herumlaufenden Zecken kann man einfach auskämmen oder absammeln. Bereits festgesogene Exemplare müssen mit einer geeigneten Zeckenzange oder einem Zeckenhaken vorsichtig gelöst werden. Die Zecke soll dazu möglichst dicht an ihren Mundwerkzeugen gefasst und mit drehenden Bewegungen samt Kopf aus der Haut ihres Wirtes gezogen werden. Jeder Druck auf den Körper der Zecke muss ebenso unterbleiben wie das früher empfohlene Beträufeln mit Öl, Klebstoff oder Nagellack - solche Manipulationen beschleunigen die Übertragung von Krankheitserregern in den Wirt, und das soll doch auf alle Fälle vermieden werden! Die herausgezogene Zecke kann in Risikogebieten in Speziallabors daraufhin untersucht werden, ob sie bestimmte Krankheitserreger enthält. Wir übernehmen das gern für Sie. 

Beim Auftreten von Krankheitssymptomen nach Zeckenbissen sollte unbedingt eine (Tier)ärztin/ein (Tier)arzt aufgesucht werden. Ungewöhnliche Rötungen an der Bissstelle treten fast nur beim Menschen als sogenanntes "Erythema migrans" bei Borreliose auf. Je nach übertragener Krankheit können aber auch einzelne oder mehrere der folgenden Krankheitserscheinungen auftreten: Bewegungsschmerzen, Lahmheiten bis zu vollständigen Lähmungen, Gelenkschwellungen, Koordinationsstörungen, Muskelzuckungen, Krampfanfälle, zentralnervöse Ausfallserscheinungen, Fieber, Apathie, Durchfall, Blässe, Blutarmut, Atemnot, Kreislaufstörungen, Gelbsucht, verfärbter Urin, Lebervergrößerung, Milzvergrößerung, eitriger Nasenausfluss, Blutungen, Nasenbluten, Schleimhautblutungen, Ekzeme. Todesfälle sind je nach Krankheit möglich.

Wir für Ihr Tier: Zeckenzangen, Zeckenhaken sowie verträgliche und wirksame Zeckenschutzpräparate haben wir ebenso für Sie vorrätig wie Borrelioseimpfstoff für Hunde. Bei der Diagnostik von durch Zecken übertragenen Krankheiten arbeiten wir eng mit renommierten Speziallabors zusammen.

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